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  • Name: Ahmad Meskarha
  • Lehrangebot:
    • Afrikanisches Trommeln

Ahmad Meskarha

Wie bist du zur Musik gekommen? Schon mit ca. 9 Jahren veranstaltete ich in meiner ursprünglichen Heimat in Persien gemeinsam mit meinen Freunden Percussion-Konzerte. Die Instrumente: Töpfe, Deckel, Pfannen und alles was Klänge hervorbrachte. Von meinem nächsten „echten“ Instrument, einer 70 Jahre alten Geige, waren die Zuhörer allerdings genauso wenig begeistert, wie vorher von den diversen „Schlagzeugen“. Um die Geige und ihre nötige Reparatur abbezahlen zu können, musste ich meine gesamten Sommerferien im Geschäft eines Freundes meines Vaters arbeiten. Trotz meines großen Interesses an diesem Instrument und ca. 3-jährigem fleißigen Üben, war auch diese „Musik“ bei meiner Familie nicht willkommen und ich gab schweren Herzens auf. Immerhin durfte ich die Tombak (eine persische Trommel) meines Bruders, der in einer Band spielte, ausprobieren und spielen. So entstand mein Interesse an der Trommelmusik.

Wie sah der weitere musikalische Werdegang aus? Mein weiterer musikalischer Werdegang verlagerte sich dann 1977 nach Deutschland, wo ich seitdem lebe. 1992 hatte ich das erste Mal die Möglichkeit auf einer afrikanischen Djembe zu spielen. Davon war ich so fasziniert, dass ich im Laufe der Jahre unzählige Workshops u. a. bei Christian Deichert in Freiburg, der Musikakademie in Wolfenbüttel und afrikanischen Meistertrommlern in Frankfurt mit Freude und Begeisterung absolvierte. Zusätzlich machte ich mein Diplom als Entspannungspädagoge im Bildungswerk für therapeutische Berufe (BTB). Hier konnte ich z. B. bei Fantasiereisen u. ä. meine vielseitigen Trommel- und Percussion-Kenntnisse einbringen.

1997 gründete und leite ich meine afrikanische Trommelgruppe „Magenta Purpur“, in der ich bis heute als Solist fungiere. Die Musikstücke und die Basis-Rhythmen die wir spielen und die ich auch unterrichte, stammen alle aus der traditionellen afrikanischen Musik. Inzwischen unterrichte ich afrikanisches Trommeln seit 21 Jahren in der Musikschule Hünstetten-Taunusstein und seit 2005 an der Musikschule Idstein. In Hünstetten arbeite ich zusätzlich im Bereich der Nachmittagsbetreuung und baue u. a. mit den Kindern verschiedene Musikinstrumente.

Was bedeutet dir der Beruf als Musikpädagoge/Musikpädagogin heute? Die Musik und mein pädagogischer Beruf begeistern mich nach wie vor. Im Vordergrund steht dabei immer die Arbeit mit den Menschen und das gemeinsame Musizieren. Musik im Allgemeinen verbindet Menschen, ist altersunabhängig und macht keinerlei nationale Unterschiede. Trommeln als „Gruppen-Musik“ ist ganz besonders dazu geeignet, in kurzer Zeit in der Lage zu sein, miteinander die Freude und Kraft der Musik zu spüren. Ganz besonders berühren mich die Unterrichts-Erfolge bei Kindern mit „Handicap“. Hier geschehen teilweise kleine Wunder, über die selbst die Eltern und Therapeuten überrascht sind. Dies bewirkt allein die Musik und es bedeutet mir sehr viel.