Wie bist du zur Musik gekommen?
Ich bin im Alter von sechs Jahren zur Musik gekommen. Meine Mutter zeigte mir damals viele Videos von Menschen, die verschiedene Musikinstrumente spielten. Lange Zeit hat mich nichts wirklich berührt, bis ich ein Video sah, in dem ein Mädchen in einem weißen, prachtvollen Kleid auf der Bühne stand und Querflöte spielte. Dieser Moment hat mich tief inspiriert. Ich hatte das Gefühl, etwas ganz Eigenes gefunden zu haben – fast wie eine innere Berufung. Von da an war mir klar, dass die Musik, insbesondere die Flöte, ein Teil meines Lebens sein würde.
Wie sah der weitere musikalische und berufliche Werdegang aus?
Seit dem Moment, in dem ich meine erste Flöte bekam, habe ich mit großer Freude musiziert. Gleichzeitig merkte ich schnell, dass es mir nicht genügt, Musik nur für mich selbst zu machen. Ich wollte sie mit anderen Menschen teilen, ihnen durch Musik Emotionen vermitteln und mit Klängen Bilder entstehen lassen.
Im Laufe der Jahre nahm ich an zahlreichen Konzerten, Wettbewerben und auch an Tourneen teil. Jede dieser Erfahrungen hat mich musikalisch und persönlich geprägt. Bis heute zweifle ich keinen Moment an meiner Entscheidung, diesen Weg weiterzugehen, denn Musik ist für mich nicht nur ein Beruf, sondern ein Zuhause – sie ist ein wesentlicher Teil meines Lebens.
Was bedeutet dir die Musik und der Beruf als Musikpädagoge/Musikpädagogin heute?
Heute bedeutet Musik für mich Ausdruck, Verbindung und Verantwortung zugleich. Als Musiklehrerin sehe ich meine Aufgabe nicht nur darin, technische Fähigkeiten zu vermitteln, sondern vor allem darin, Menschen für Musik zu öffnen, sie zu ermutigen und ihnen zu helfen, ihre eigene Stimme zu finden.
Ich möchte meinen Schülerinnen und Schülern zeigen, dass Musik ein Raum ist, in dem Gefühle erlaubt sind, in dem man wachsen darf und in dem Disziplin und Freiheit miteinander verbunden werden. Für mich ist der Lehrerberuf eine Möglichkeit, meine eigene Leidenschaft weiterzugeben und andere auf ihrem musikalischen Weg zu begleiten.




